Dezember 12, 2019

Viele von euch werden den Mythos schon einmal gehört haben: ,,Iss keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr. Das macht dick!’’.
Begründet wird dies meist mit der Aussage, der Mensch benötige am Abend keine Energie in Form von Kohlenhydraten und würde diese deshalb umgehend als Fettdepot speichern und somit zunehmen. Dass man jedoch nur durch Kohlenhydrate seinem Körper Energie zur Verfügung stellt ist nicht korrekt. Auch Eiweiße und Fette versorgen deinen Körper mit Energie. Demnach können auch Fette und Proteine am Abend zu einer Gewichtszunahme führen.
Heißt das also, dass man abends gar nichts mehr essen sollte?
Nein, natürlich nicht! 
Entscheidend ist nämlich nicht wann die Kalorien zugeführt werden und in welcher Zusammensetzung, sondern vielmehr entscheidet die gesamte Kalorienbilanz darüber, ob wir zu- oder abnehmen.
Führt man über einen längeren Zeitraum mehr Kalorien zu sich, als man verbraucht, nimmt man zu. Unabhängig davon, ob die Kalorien am Abend durch Kohlenhydrate, oder am Morgen durch gesunde Fette aufgenommen werden.
Im Umkehrschluss nimmt man ab, wenn man sich in einem Kaloriendefizit befindet. Das heißt, man nimmt ab, wenn man weniger Kalorien aufnimmt, als man verbraucht.
Warum viele Leute dennoch Erfolg mit der Regel ,,Keine Kohlenhydrate am Abend’’ haben? Ganz einfach. Viele Lebensmittel die eine große Menge an Kohlenhydraten aufweisen, sind sehr kalorienreich. Pizza, Nudeln mit leckerer Sahnesoße, Pommes, Chips, Kuchen, Schokolade… Wenn man nun abends keine Kohlenhydrate mehr isst, fallen viele Dickmacher bereits weg und im Endeffekt nimmt man weniger Kalorien zu sich, und nimmt somit ab.
Dies liegt aber nicht an den weggelassenen Kohlenhydraten, sondern viel mehr an der insgesamt gesenkten Kalorienzufuhr.
Finde also am besten selber heraus was für dich funktioniert. Wenn du abends nicht auf Reis, Kartoffeln und Co. verzichten möchtest, musst du das auch nicht. Behalte stattdessen deine gesamte Kalorienaufnahme im Blick!
Falls man besondere sportliche oder ästhetische Ziele verfolgt (beispielweise Muskelaufbau, Kraftsteigerung, verbesserte Ausdauerleistung etc.) spielt die Aufteilung der Makronährstoffe (Fette, Kohlenhydrate, Proteine), sowie die zeitliche Komponente jedoch eine gewisse Rolle. Geht es in erster Linie um eine Gewichtsreduktion, reicht es zunächst sich mit der Kalorienbilanz auseinanderzusetzen.
Bedenkt jedoch, dass ein zu großes Kaloriendefizit für euch und euren Körper nicht gesund ist. Wenn ihr auf eine gesunde und nachhaltige Art und Weise abnehmen wollt, sollten eure aufgenommen Kalorien nicht mehr als 10-15% unterhalb eurer Erhaltungskalorienmenge liegen.


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